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Bezahlbare Wohnungen statt Büroflächen - Initiative umsetzen!

Am 18. Juni 2023 haben die Zuger Stimmberechtigten die Volksinitiative für 2000 preisgünstige Wohnungen angenommen. Am gleichen Tag sagte der Stadtpräsident André Wicki, dass in der Wohnpolitik nun der Weg der Initiative gilt. Was ist seitdem passiert?

Neu müssen in den Verdichtungsgebieten 40 % der neu gebauten Wohnfläche preisgünstig sein. Bereits wurden zwei Planungen von Bauherrschaften angepasst. So entsteht auf dem ZVB-Areal und im Holzhochhaus Pi an der Baarerstrasse zusätzlicher preisgünstiger Wohnraum. 

Ferner müssen die vier in der Initiative genannten städtischen Grundstücke mit mehreren hundert Wohnungen überbaut werden – am besten durch Genossenschaften. Sie alle sind für den Wohnungsbau geeignet. Aber der Stadtrat lässt sich Zeit mit der Umsetzung. Stattdessen errichtet er auf dem Grundstück an der Chamerstrasse einen Parkplatz.

SVP, FDP und GLP greifen den Volksentscheid frontal an. Ihre Fraktionen im Grossen Gemeinderat wollen den Stadtrat mit einer Motion verpflichten, auf einem der vier Grundstücke (Areal «Steinlager») auf Kosten von familienfreundlichen Wohnungen Gewerbeflächen bauen zu lassen – inklusive Büros, Autoeinstellhalle, Lagerflächen und hohen Aussentoren!

Bekämpfung der Wohnungsnot statt Politikspiele!
Die Politik steht in der Pflicht, die Initiative umzusetzen und so preisgünstige Wohnungen zu realisieren. Die Angriffe auf den Volksentscheid müssen aufhören.

Umsetzen und nicht verwässern!
Die Bestimmungen der Initiative sind klar. Sie dürfen nicht nachträglich umgedeutet werden.

Wohnbaugenossenschaften tatkräftig unterstützen!
Die in der Initiative genannten Grundstücke sind mit preisgünstigen Wohnungen zu überbauen.

Unterschreiben Sie unsere Petition

Openstreetmap Stadt Zug

Chamerstrasse
45 Wohnungen

Industriestrasse Nord
100 - 150
Wohnungen

Gaswerkareal
100 - 150 Wohnungen

Gimenen
ca. 50
Wohnungen

Zu  bauen durch öffentliche Körperschaften und Genossenschaften

Chamerstrasse
45 
Wohnungen

Industriestrasse Nord
100 – 150
Wohnungen

Gaswerkareal
100 – 150 Wohnungen

Gimenen
ca. 50 Wohnungen

Was heisst preisgünstig?

Die Initiative orientiert sich an den bestehenden städtischen und kantonalen Vorschriften.

Gemäss der Verordnung der Stadt Zug über die Zone für preisgünstigen Wohnungsbau liegt die maximale Monatsmiete für eine preisgünstige 4-Zimmer-Wohnung bei 1’860 Franken.

Gemäss dem kantonalen Wohnraumförderungsgesetz gilt eine 4-Zimmer-Wohnung als preisgünstig, falls ihre Anlagekosten (d.h. Bau- und Landkosten) 660’000 Franken nicht übersteigen.

Alternativ gelten gemäss dieser Initiative erstellte Wohnungen als preisgünstig, falls sie als innovative Wohnformen einer dauernden Kostenmiete unterliegen oder von gemeinnützigen Trägern errichtet wurden, die ohne Gewinnabsichten dem Prinzip der kostendeckenden Miete verpflichtet sind. So wollen wir neben Wohnbaugenossenschaften auch zukunftsorientierte Wohnformen fördern.